Emden entscheidet Ostfriesland-Derby für sich – HCM Reserve verliert mit 4:2

Schwierige Ausgangslage, angespannte Personalsituation und starke Gegner. Drei Zutaten für einen Spieltag der zweiten Herren des Hockey Club Moormerland, bei dem sie keinen Punkt aus Bremen haben entführen können. “Wir haben ganz ordentlich gespielt. Am Ende ging uns dann die Kraft aus”, sagte HCM-Verteidiger Henning Barth. Das Derby gegen die SG Emden Aurich II war am Ende eine spannende Angelegenheit. Damit war nach der ersten Hälfte noch nicht zu rechnen. Emden/Aurich spielte strukturierter, konnten sich einige Torchancen erspielen. Vier davon nutzten sie in der ersten Hälfte. “Mit 0:4 in die Halbzeit zu gehen, war natürlich bitter. Gerade weil wir in der zweiten Hälfte ein anderes Gesicht gezeigt haben”, sagte HCM-Verteidiger Henning Barth. Der HCM setze den Gegner jetzt eher unter Druck, bekam so wieder einen Fuß zurück in die Partie. Barth verkürzte auf 1:4, Jann Poppen legte kurz darauf nach. Emden/Aurich wiederum schaffte es nicht, die Partie gegen die nun offensiver agierenden Moormerländer endgültig zu entscheiden. HCM-Keeper Daniel Reershemius konnte mit guten Paraden das Spiel offen halten. Jedoch schafften die Moormerländer keinen weiteren Treffer. Schon davor ging es gegen den Tabellenführer Club zur Vahr. Die frühe Führung des Favoriten brachte den HCM aber nicht aus dem Konzept. Das sah eine geordnete Defensive vor. Zehn Minuten ging das Konzept auf, danach spielte der CzV seine spielerische Überlegenheit gekonnt aus. Jann Poppen traf zwar zum zwischenzeitlichen 1:3, zur Pause stand es 1:4 aus Moormerländer Sicht. In der zweiten Hälfte fand Vahr kaum noch Lösungsansätze gegen die kompakte Verteidigung. Allerdings konnte der HCM offensiv nicht die erhofften Nadelstiche setzen. Am Ende unterlagen sie mit 1:5.

Moormerland: D. Reershemius, H. Barth (1 Tor), S. Vogt, C. Bufe, N. Krüsmann, K. Hintze, J. Poppen (2)

Doppelte Torhüter sichern HCM drei Punkte

Acht Minuten vor Schluss der Schock. HCM-Keeper Arne Wenzel musste mit Riss der Achillessehne verletzt vom Platz. Mit starken Paraden war er einer der Garanten für den späteren Heimsieg. Und auch Heiner de Freese, der für Wenzel in den Moormerländer Kasten kam, musste noch zwei mal sein ganzes Können zeigen. „Die beiden haben uns den Sieg gerettet“, sagte HCM-Stürmer Lars Wenzel. Mit einer engagierten Leistung gewann der HC Moormerland mit 8:6 im Kellerduell gegen Wilhelmshaven.

Gleich von Beginn an versuchten die Moormerländer in ihrem Heimspiel dominant zu spielen. Sie attackierten Wilhelmshaven früh und versuchten dann schnell umzuschalten. Der Plan ging auf, nach Toren von Waldecker, Jakobs und Wenzel stand es nach zehn Minuten bereits 3:0 für die Hausherren. In der Folge kamen die Gäste besser ins Spiel, es fiel der 3:1-Anschluss. Doch Moormerland spielte weiter strukturiert, konnte in der 15. Minute durch Helmut de Freese wieder davonziehen. Doch sie schafften es nicht, diesen Vorsprung mit in die Kabine zu nehmen – 4:3 hieß es nur noch zur Pause.
In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem beide Teams um den Verbleib in der Liga kämpften. Jedes Tor der Moormerländer wurde nur wenig später durch Wilhelmshaven erwidert. Nahezu im Gleichschritt ging es dem Ende des Spiels entgegen. Moormerland konnte die Druckphasen der Gäste kontrollieren, blieb stets in Fühtung. Selbst die längere Unterbrechung bei der Verletzung von HCM-Keeper Arne Wenzel brachte die Hausherren nicht aus dem Konzept. Zwei Minuten vor Ende konnte Ingo Jakobs den entscheidenden 8:6-Treffer markieren. Der HC Moormerland verschafft sich damit Luft im Abstiegskampf der Verbandsliga. Am kommenden Wochenende geht es zum Bremer HC.

Moormerland: A. Wenzel, Heiner de Freese, Helmut de Freese (1 Tor), J. Krüsmann, P. Waldecker (3), Lars Wenzel (1), I. Jakobs (3), J. Reuter, J. Poppen, J. Hyda, C. Bufe

Auch vier Jakobs-Tore reichen nicht

Der HC Moormerland kommt weiter nicht in die Spur. Gegen Schwarz-Weiß Bremen verloren die Ostfriesen in heimischer Halle mit 4:10. Damit bleiben sie mittendrin im Abstiegskampf der Verbandsliga. “Wir können momentan unser Potenzial nicht abrufen. Das ärgert uns selbst am meisten”, sagt HCM Stürmer Lars Wenzel. Am kommenden Wochenende steht das Auswärtsspiel gegen das Tabellenschlusslicht aus Wilhelmshaven an. “Da könnte es schon eine wegweisende Richtung gehen”, heißt es von Wenzel.
Zu Beginn der Partie gegen Schwarz-Weiß Bremen hielt der HCM gut mit. Den Führungstreffer der Bremer (5.) glich Ingo Jakobs drei Minuten später mit einem satten Schuss ins kurze Eck aus. Auch die 2:1-Führung von SWB egalisierte Jakobs nach einer Strafecke, die er in den Winkel setzte (17.). Doch zu dem Zeitpunkt erlebte das Spiel der Hausherren einen Bruch. Eine Kombination aus leichtfertigen Fehlern vom HCM und gut vorgetragener Angriffe der Bremer ließen die Gäste bis zur Halbzeit auf 5:2 davonziehen.
“Leider konnten wir unser Tief in der Halbzeit nicht abschütteln”, sagte HCM-Verteidiger Ingo Bolinius, der in der zweiten Hälfte auch noch verletzungsbedingt das Feld verlassen musste. Die Gäste spielten konzentriert weiter und kamen so noch zu weiteren Treffern. So stand es nach 43 Minuten schon 2:8 aus Sicht vom HCM. Erst da kamen die Ostfriesen wieder besser in die Partie. Und wieder war es Ingo Jakobs, der per Doppelpack in der 48. und 49. Minute den HCM wieder etwas näher dran brachte. Allerdings blieb es nur beim Anfang einer Aufholjagd. Weitere Treffer gelangen nur den Bremern, die am Ende mit 10:4 gewannen.

Moormerland: A. Wenzel, J. Krüsmann, Heiner de Freese, I. Bolinius, N. Luikenga, Helmut de Freese, P. Waldecker, I. Jakobs (4 Tore), L. Wenzel

HCM-Damen auf Kurs Vizemeister

Mit drei Punkten im Gepäck kam die Damenmannschaft vom Hockey Club Moormerland vom vergangenen Spieltag in der Verbandsliga zurück. Nach einem ungefährdeten 4:0-Sieg gegen GvO Oldenburg, verloren die Ostfriesinnen im zweiten Spiel des Tages mit 0:3 gegen den Hanseatischen HC aus Bremen.
Im ersten Spiel gegen Oldenburg konnte der HCM spielerisch wie kämpferisch überzeugen, ließ Oldenburg kaum eine Chance. Schon früh traf Annika Jakobs zur Führung (8.). Fünf Minuten später erhöhte Daniela Balzen auf 2:0, indem sie einen Pass von Anna Poppen entscheidend und hoch ins gegnerische Tor abfälschte. “Wir haben dann recht defensiv gespielt, um uns abzusichern”, sagte HCM-Verteidigerin Anna Poppen. Die Idee ging auf, die Ostfriesinnen ließen in der zweiten Hälfte defensiv kaum noch was zu und konnten selbst noch offensive Akzente setzen. Nadine de Freese und wieder Daniela Balzen trafen zum 4:0-Endstand.
In der zweiten Partie des Tages gegen den Hanseatischen HC war die Partie lange Zeit sehr ausgeglichen. Die Defensive beider Teams überzeugte, es ging mit einem 0:0 in die Halbzeit. Nach der Pause wurde der HCM offensiver, konnte sich allerdings nicht belohnen. Stattdessen kassierten sie das 0:1. Als kurz vor Ende noch zwei weitere Treffer für den HHC fielen, war die Partie entschieden.

Moormerland: J. Hillrichs, A. Poppen, K. Vilbusch, J. Walczik, N. de Freese (1 Tor), S. Roeden, A. Jakobs (1), D. Balzen (2)